Memmingen
Kraft der Erneuerung

100. Internationaler Frauentag

Am Dienstag, 8. März ist der 100. Internationale Frauentag. Anlässlich dieses Datums haben Verena Gotzes und Irmgard Schäffler von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) mehr Gleichberechtigung gefordert.

Die Frauenrechtlerin Clara Zetkin hatte vor 100 Jahren den Stein für den Internationalen Frauentag ins Rollen gebracht.
1911 gingen weltweit Frauen auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Zentrale Forderung war damals das Frauenwahlrecht.

„Frauen haben für selbstverständliche Rechte immer hart kämpfen müssen. Von allein ging nichts. Wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung sind der Gleichstellungsartikel im Grundgesetz und das Gleichberechtigungsgesetz“, so die beiden Vorsitzenden Verena Gotzes (Memmingen) und Irmgard Schäffler (Türkheim).
1993 wurde der Artikel 3 Abs. 2 Grundgesetz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ um den Satz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen und wirkt auf die Beseitigung von Nachteilen hin“ ergänzt.

„Von einer echten Gleichstellung sind wir noch ein Stück entfernt. In Deutschland verdienen Frauen immer noch bis zu 23 Prozent weniger als Männer, der Anteil der Frauen an Teilzeit- oder Minijobs und im Niedriglohnsektor ist besonders hoch“, stellen die beiden AsF- Vertreterinnen fest. Dass im Bereich Gleichstellung von Seiten des Gesetzgebers Handlungsbedarf besteht, ergibt sich auch aus einem Gutachten für den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Die Gutachter fordern beispielsweise die Minijobs abzuschaffen, die Situation von privat pflegenden Frauen und Männern zu verbessern und eine Geschlechterquote für Aufsichtsräte einzuführen.
Das Thema Gleichstellung ist noch lange nicht überflüssig und der internationale Frauentag weiterhin aktuell, so die Meinung von Verena Gotzes und Irmgard Schäffler.

Artikel veröffentlicht am: 7. März 2011