Memmingen
Kraft der Erneuerung

Asylpolitik

Auf seiner jüngsten Vorstandssitzung hat der SPD-Unterbezirk Memmingen-Unterallgäu die aktuelle Situation der Flüchtlinge vor Ort thematisiert. Zu Gast war dabei Bridget Juma. Sie ist Sozialberaterin der Caritas und kümmert sich im Unterallgäu um Flüchtlinge.
Für ihre Ausführungen erhielt Bridget Juma (Bildmitte) von der Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks MM-Unterallgäu Petra Beer (zweite von rechts) ein kleines Geschenk. Mit im Bild von links: Eckhard Dietrich, Martin Kürsten und Francesco Abate. Foto: Privat

Rund 1.500 Flüchtlinge leben zurzeit in der Region, so Bridget Juma. Sie informierte den Vorstand des Unterbezirks über die aktuelle Lage und über die Problematiken, die sich im Moment ergeben würden. Größte Schwierigkeit sei die lange Bearbeitungszeit der Asylanträge. „Für viele Flüchtlinge ist die Ungewissheit ein großes Problem. Dazu komme noch die Beschäftigungslosigkeit. Das zehrt an den Nerven“, so Bridget Juma. Auch werde die Unterbringung, gerade von Familien, immer schwieriger. Ein Plus sei die viele Unterstützung der Memminger und der Unterallgäuer. „Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor groß“, so Juma.

„Information ist wichtig“

Damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht kippt, muss diese besser informiert werden. Es seien viele Unwahrheiten und Fehlinformationen unterwegs, so der SPD-Vorstand. Deshalb habe die SPD im Unterallgäu nun auch eine Ausstellung von ProAsyl erstanden, die über die Flüchtlingsproblematik aufklärt. Diese soll in den kommenden Wochen und Monaten direkt vor Ort in den einzelnen Ortsvereinen gezeigt werden.

Artikel veröffentlicht am: 12. November 2015