Memmingen
Kraft der Erneuerung

Berlin im Blick

Der Memminger SPD-Ortsvorsitzende Rolf Spitz will bei der nächsten Bundestagswahl wieder antreten. Für dieses Vorhaben hat ihm sein Ortsverein einstimmig das Vertrauten ausgesprochen. Spitz war schon 2009 zur Wahl angetreten.
Rolf Spitz, der Vorsitzende der Memminger SPD.

Damals hatte Rolf Spitz zwar einen guten Listenplatz, konnte aber aufgrund des schwachen Wahlergebnis der Gesamt-SPD nicht in den Bundestag einziehen. Jetzt will er es wieder wissen. Die SPD liegt im gut im Trend, im nächsten Jahr könnte es also klappen. »Ich habe mir lange überlegt, ob ich wieder antreten soll. Der Schmerz lag natürlich nach der letzten Wahl sehr tief«, so Spitz. Da der Wahlkampf 2009 ihm viel Spaß gemacht habe und er auch den Dialog mit dem Bürger sehr genossen haben, möchte Spitz 2013 nun wieder antreten. »Ich bin der Meinung, dass unsere Region unbedingt im Bundestag vertreten sein sollte. Wir brauchen in Berlin Fürsprecher für unsere Anliegen. Memmingen als Oberzentrum ist nach dem Aufhören von Herbert Müller im Landtag wirklich mit Mandatsträgern unterversorgt«, so Spitz weiter. Neben den aktuellen Anliegen des Allgäus will sich Spitz für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Und die fängt für ihn nicht nur beim Mindestlohn an, sondern gerade bei der Energiepolitik. »Für die SPD und mich stehen Energiewende und Aufschwung des Arbeitsmarktes nicht im Widerspruch. Wir sind für eine verlässliche Stromversorgung. Und zwar im Interesse des Gemeinwohls und nicht von Einzelinteressen. Deshalb achten wir darauf, dass die Mieten bezahlbar bleiben, wenn energetisch saniert wird«, so Spitz.

Noch ist es nicht sicher, dass Rolf Spitz Bundestagskandidat wird. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird er bei der kommenden Nominierungsversammlung der Bundeswahlkreiskonferenz aufgestellt werden. Dann geht das parteiinterne Verhandeln über die Listenplätze für die Kandidaten los. Ohne einen guten Platz wird es Spitz nicht leicht haben, nach Berlin zu kommen.  Spitz zeigt sich allerdings kämpferisch. Es herrsche wieder »Kohl-Stau« in Berlin. Diesen gilt es aufzulösen. Das gehe nur mit der SPD.

Artikel veröffentlicht am: 18. Juni 2012