Memmingen
Kraft der Erneuerung

Fraktion will Sozialwohnungen

Zum Thema „Sozialwohnungen an der Waldfriedhofstraße“ hat die SPD/FDP-Stadtratsfraktion einen Antrag gestellt.

Die SPD/FDP-Fraktion im Stadtrat will, dass im neuen Baugebiet neben dem Waldfriedhof Sozialwohnungen enstehen. Das hat sie ein einem Antrag an OB Schilder gefordert.
Hier der Antrag:

1. Das Baurecht, das der Stadtrat in seiner letzten Sitzung auf der ehemaligen nördlichen Erweiterungsfläche des Waldfriedhofes beschlossen hat, soll ausschließlich als Bauland für den Bau von Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt werden.

2. Es ist zu prüfen, ob die Stadt sinnvollerweise diese Sozialwohnungen selbst baut, da damit die Grunderwerbskosten wegfallen würden und die Miete entsprechend geringer ausfallen würde.

3. Gegebenenfalls ist zu prüfen, ob die Stadt diese Grundstücke zu günstigen Konditionen im Erbbaurecht an Bauträger vergibt, um die späteren Mietkosten ebenfalls möglichst niedrig zu halten. Dies gilt selbstverständlich ebenfalls nur für den Bau von Sozialwohnungen.

4. Programme zum Bau von Sozialwohnungen des Bundes und der Länder sind zu nützen.

Begründung:

Der Bedarf an günstigen Sozialwohnungen ist auch in Memmingen wie aus vielen Presseveröffentlichungen bekannt sehr groß. Durch die Ausweisung der ehemaligen nördlichen Erweiterungsflächen für den Waldfriedhof, die wegen veränderter Bestattungsarten (Urnenbestattung) nicht mehr gebraucht werden, besteht die einmalige Chance, diese im Besitz der Stadt befindlichen Flächen, für Sozialwohnungen zur Verfügung zu stellen.
Der Vorteil dieses Standortes für Sozialwohnungen ist ebenso seine Zentrumsnähe und gute Erreichbarkeit der Innenstadt.
Es sei daran erinnert, dass die Stadt Memmingen bereits schon vor dem 2. Weltkrieg in eigener Regie wegen großer Wohnungsnot sozialgebundene Mietshäuser gebaut hat und auch heute noch besitzt (z.Bsp. Am Hindenburgring und in der Seyfriedstraße).
Wir denken bei den Größen und Zuschnitten der Wohnungen besonders an die zunehmende Zahl von alleinerziehenden Müttern.
Diese große Chance darf im Interesse von vielen Wohnungssuchenden, die vor allem günstigen Wohnraum benötigen, nicht vertan werden.

Artikel veröffentlicht am: 10. Januar 2018