Memmingen
Kraft der Erneuerung

Jahresabschlusstreffen der AsF

Mit den Themen Altenpflege, Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren und den Wahlen im September beschäftigte sich die AsF Memmingen-Unterallgäu beim Jahresschlusstreffen. Die SPD-Frauen fordern unter anderem auch bessere Rahmenbedingungen in Pflegeberufen.
„Jetzt die Weichen gegen den Pflegenotstand stellen“ fordern die Mitglieder des AsF-Vorstandes. Sitzend von links: Verena Gotzes, Irmgard Schäffler, Kathi Bronner, stehend von links: Monika Daniel, Christine Frommelt, Anne Kraus und Cilli Mohr.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung  schätzt den Anstieg der Zahl von Pflegebedürftigen in Bayern bis zum Jahr 2030 auf 54 %. Gleichzeitig wird bayernweit eine Versorgungslücke von 68.000 Vollzeitpflegekräften prognostiziert. Die Situation stellt sich in den Kommunen unterschiedlich dar. So wird für den Landkreis Unterallgäu mit einer Zunahme der Pflegebedürftigkeit von 59 % und mit 670 fehlenden Pflegekräften gerechnet.  In Memmingen ist es nicht so dramatisch. Die Zahl der Pflege-bedürftigen wird der Studie nach  um 40 % steigen, der Mangel an Pflegekräften  wird mit 270 Kräften vorausgesagt. „Mehr Pflegepersonal bekommen wir nur, wenn die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung von Pflegekräften den hohen Anforderungen des Berufs angepasst werden“, so Stadträtin Verena Gotzes. Dringend notwendig seien auch klare Regelungen zur Fort- und Weiter-bildung von Pflegekräften und ein Verzicht auf Schulgeld in der Altenpflegeausbildung, er-gänzte Irmgard Schäffler (Türkheim).

Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren

Gemeinsam mit Niedersachsen ist Bayern das letzte Bundesland, das Studiengebühren erhebt. „Studiengebühren sind unsozial, weil sie Jugendliche aus einkommensschwachen Familien belasten“, stellte Kreisrätin Anne Kraus (Boos) fest. In der Zeit vom 17.01. bis 31.01.2013 müssen 940.000 Bürgerinnen und Bürger  in ihrer Kommune unterschreiben, damit es dann zu einem Volksentscheid kommt. Nach der Abschaffung der Studiengebühren sollte auch  über eine Entlastung im Sektor der beruflichen Weiterbildung zum Beispiel bei den Meisterausbildungskosten nachgedacht werden, fordern die SPD-Frauen.

Gemeinsamer Termin von Landtags- und Bundestagswahl spart 10 Mio. €

Die AsF-Vertreterinnen hoffen, dass die bayerische Staatsregierung noch einlenkt und den Termin für die Landtagswahl in Bayern auf den Tag der Bundestagswahl legt. Somit könnten 10 Mio. € an Steuergeldern gespart werden. Zudem müssten die ehrenamtlichen Helfer nur an einem Tag zur Verfügung stehen. „Die Bürgerinnen und Bürger sind auch im Stande, die beiden Abstimmungen auseinanderzuhalten“, so Verena Gotzes.

Artikel veröffentlicht am: 9. Januar 2013