Memmingen
Kraft der Erneuerung

Kreispolitik Thema beim SPD-Stammtisch

Beim jüngsten Stammtisch des SPD-Ortsvereins Memmingen sprach der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Unterallgäuer Kreistag, Michael Helfert, über aktuelle Fragen.
Michael Helfert (rechts) beim Stammtisch in der Tanne. Links von ihm Stadtrat Eddie Güthler und der Ortsvereinsvorsitzende Rolf Spitz.

Helfert ging dabei zunächst auf die Frage der Kreiskliniken ein. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt hier die vom Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Kreiskliniken  eingeleiteten Schritte zu einer weitergehenden Kooperation  der beiden Kreiskliniken in Mindelheim und Ottobeuren mit dem Klinikum Memmingen. Das Hauptaugenmerk der Sozialdemokraten liegt hierbei auf dem Erhalt beider Häuser als Akutkrankenhäuser mit einem chirurgischen Dienst. Mittel- bis langfristig müßten sich die dann zu einem Verbund von drei Häusern fusionierten Kliniken eigene Schwerpunkte setzen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Vor einer Fusion müssen allerdings die Defizite der beiden Unterallgäuer Kliniken zurückgefahren werden.

Eingehend berichtete Helfert auch über aktuelle Verkehrsfragen. Auf der Bahnstrecke Memmingen-Ulm  sei die angedachte S-Bahn-Taktung und die Reaktivierung schon lange aufgelassener Bahnhöfe, aber auch neue Haltestellen sehr zu begrüßen. Zur geplanten Umgehungsstraße von Memmingerberg im Zuge des Airportanschlusses an der A96 merkte Helfert die Aufnahmefähigkeit der beiden Kreisverkehre in der Münchener Straße in Memmingen sowie im Bereich Künersberg zu Verkehrsspitzenzeiten an.

Die SPD-Kreistagsfraktion werde demnächst auch  Anträge zum Thema „Tariftreue“ und „faire Löhne“ im Unterallgäu bei öffentlichen Aufträgen einbringen. Diese Anträge schützen und stärken unsere heimische Wirtschaft, so Helfert. Darüber hinaus solle bei jeder Anschaffung des Landkreises geprüft werden, daß bei der Herstellung der Produkte aus dem weltweiten Handel keine Kinderarbeit im Spiel ist.

Der Landkreis brauche ein starkes Standortmarketing und müsse sich dabei auf die Bereiche ‚produzierendes Gewerbe‘ und ‚High-Tech‘ besonders konzentrieren. Klar und eindeutig forderte der Kreistagsfraktionschef und frisch gewählte SPD-Ortsvorsitzende von Türkheim eine staatliche Hochschuleinrichtung für Memmingen. Diese sei für das Oberzentrum des Regionalverbandes Donau-Iller längst überfällig. Er verwies dabei besonders darauf, daß Schwaben im bayernweiten Vergleich mit Hochschuleinrichtungen unterversorgt ist. „Die Schwaben sind nicht dümmer als die Oberbayern“, so Helfert. Eine Hochschule in Memmingen ist auch für die High-Tech-Betriebe in der Region von entscheidender Bedeutung, um vor Ort künftig die dringend benötigten Fachkräfte heranbilden zu können.

Artikel veröffentlicht am: 25. April 2012