Memmingen
Kraft der Erneuerung

Memminger SPD weiß wofür sie steht

In einer Mitgliederversammlung stimmte die Memminger SPD über die Kandidatenvorschläge an die Stimmkreiskonferenz für die Bezirkstags- und Landtagswahlen im kommenden Jahr ab. Petra Beer, David Yeow und Willi Seitz gehen ins Rennen.
Für den Bezirkstag warfen Willy Seitz (links) und Petra Beer ihren Hut in den Ring und für den Landtag David Yeow. Foto: Würth

Für den Bezirkstag bewarben sich als Direktkandidatin Petra Beer und als Listenkandidat Willi Seitz. Beide Vorschläge wurden von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Petra Beer ist bereits seit zehn Jahren im Bezirkstag und möchte sich weiter für die Belange der Menschen, die Hilfeleistung brauchen, kümmern. Wichtig ist ihr dabei das Thema Inklusion, dass nicht nur in den Köpfen, sondern vor allem in den Herzen der Menschen ankommen müsse. Willi Seitz als Leiter des sonderpädagogischen Förderzentrums Reichshainschule hob hervor, dass er sich schon beruflich um Kinder mit besonderen Förderbedürfnissen kümmert. Für ihn sei es nicht nur Pflicht, sondern ein Vergnügen mit Petra Beer zusammen zu arbeiten.
Für die Landtagswahl wirft der Memminger SPD-Ortsvorsitzende David Yeow seinen Hut in den Ring. Durch seine langjährige Arbeit beim Lokalfernsehen habe er ein vertieftes Bild von der Region bekommen und sich auch gut vernetzen können. Trotz weniger Arbeitsloser müsse man sich den Herausforderungen der Zukunft stellen, Probleme anpacken und sich engagieren, so Yeow. Vor allem den ländlichen Raum wolle er wieder stärken. Die medizinische Versorgung, Geschäfte, Banken und Schulen ziehen sich zurück und gerade für ältere Menschen werde das Leben auf dem Land immer schwieriger. Als weitere Themen seines Programms nannte Yeow die Verkehrsinfrastruktur, die Elektrifizierung der Bahn und den ÖPNV. Um junge Menschen in der Region zu halten gehöre eine Hochschule nach Memmingen. Außerdem seien viele Behörden in den vergangenen Jahren von Memmingen ohne einen Ausgleich abgezogen worden und die Stadt müsse hier mehr berücksichtigt werden. Weiter wichtig sind ihm bezahlbarer Wohnraum,der Naturschutz, die Kultur und die Integration. „Wir müssen uns selbstbewusst und stolz für unsere Demokratie, für Toleranz und Freiheit einsetzen“, schloss Yeow seine Rede ab. Auch er wurde nach seiner Rede von den Mitgliedern einstimmig als Kandidat für Memmingen gewählt.
Der SPD/FDP-Fraktionsvorsitzende Matthias Ressler betonte, dass Memmingen sich personell mehr an Wahlen beteiligen müsse. „Wir sind ein großer Ortsverein und werden uns an jeder Wahl personell beteiligen und das Feld nicht kampflos anderen überlassen“, so Ressler.
Memmingens dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger freute sich über den Memminger Neuaufbruch. Sozialdemokratie sei nicht überflüssig geworden, aber man brauche einen langen Atem. Diesen traue er den Kandidaten ohne Einschränkungen zu. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Herbert Müller äußerte sich froh darüber, dass die Memminger SPD wieder selbstbewusst an ihre Aufgaben herangehe, weil sie wisse wofür sie steht.

Artikel veröffentlicht am: 24. Oktober 2017