Memmingen
Kraft der Erneuerung

“Mit Herz und Verstand”

Der SPD-Ortsverein hat Dr. Friedrich Zeller zum Kandidaten für die anstehende Oberbürgermeisterwahl am 19. März nominiert. Die Nominierung im vollbesetzten kleinen Saal der Stadthalle erfolgte einstimmig. Bei der Nominierungsversammlung gedachten die Sozialdemokraten auch dem jüngst verstorbenen Oberbürgermeister Markus Kennerknecht.
Dr. Friedrich Zeller stellt sich den Memminger Bürgerinnen und Bürgern vor. Foto: Privat

Rund 250 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten dem Ruf der SPD zur OB-Nominierungsversammlung. Wie auch schon bei der Nominierung von Markus Kennerknecht waren viele Beobachter ohne Parteibuch anwesend. Der Ortsvorsitzende Rolf Spitz begrüßte die Anwesenden und forderte gleich zu Beginn alle auf, sich zu Ehren von Markus Kennerknecht zu erheben. Immer wieder war der Tod des jungen Memminger OB Thema in allen Redebeiträgen. Nur allzu deutlich war zu spüren, dass die Memminger SPD immer noch trauert. Doch es muss weiter gehen, so nicht nur die Meinung von Dr. Hans-Martin Steiger, des Fraktionsvorsitzenden der SPD/FDP-Stadtratsfraktion. Er erklärte ausführlich die gesetzlichen Regularien, die die Memminger SPD zum Handeln zwingen. Auch auf die Entscheidung zugunsten Zellers als Kandidaten kam Steiger zu sprechen. Man suche den Besten für Memmingen und habe sich für Zeller auch im Sinne von Markus Kennerknecht und seiner Familie entschieden.

Dr. Friedrich Zeller stellte sich selbst mit einer, vom ehemaligen Landtagsabgeordneten Herbert Müller als großartig bezeichneten, Rede vor. Zeller sprach zuallererst von seiner Beziehung zu Markus Kennerknecht, dem gemeinsamen Weg bei der Wahl und der sich daraus resultierenden Freundschaft. Er wolle die guten Ansätze, die Kennerknecht verfolgt habe, weiter entwickeln. „Seine Kraft und sein Schwung sind mir ein Vorbild. Er hat die Bürgernähe praktiziert, von der andere viel reden“, so Zeller. Weiter sprach der 50-jährige, der zur Zeit in Schongau lebt, von seiner Kindheit und Jugend in Memmingen, seinem Schulweg, von Auslandsaufenthalten, dem Wehrdienst und seiner beruflichen Entwicklung, die ihn über Leipzig nach Schongau ins Bürgermeisteramt und zum Job des Landrats von Weilheim-Schongau gebracht hatte. „Das waren sehr interessante 18 Jahre Erfahrung als Manager öffentlicher Körperschaften“.

Dr. Friedrich Zeller skizzierte seine familiäre Situation, die es ihm nun ermögliche sich für das Amt in Memmingen zu bewerben. Seine zwei Söhne studieren jetzt, und seine Tochter mache geraden den Schulabschluss. Außerdem sei es selbstverständlich, der SPD in Memmingen in der aktuellen Situation zur Seite zu stehen. Als Themen für die Zukunft bezeichnete Zeller die großen Projekte IKEA, Bahnhofsareal, Schulsanierungen, Soziale Stadt Memmingen Ost und das ÖPNV-Konzept. Wichtig sei ihm Freundschaft, Verlässlichkeit, Vertrauen und ein gutes Miteinander. „Keiner darf verloren gehen! Wir müssen den Spaltern dieser Welt, den großen und kleinen Donalds Trump mit Solidarität entgegen treten“, so Zeller abschließend. Für seine Worte erhielt er „Standing Ovations“ und ein einhundert-prozentiges Wahlergebnis.

Artikel veröffentlicht am: 21. Januar 2017