Memmingen
Kraft der Erneuerung

OB Kandidaten brechen Zuschauerrekord

Mit 1.600 interessierten Memminger Bürgerinnen und Bürgern hat die gestrige Podiumsdiskussion in der Stadthalle den Besucherrekord gebrochen. Die MZ hatte eingeladen und sämtliche OB-Kandidaten waren gekommen.

SPD/FDP-Kandidat Markus Kennerknecht machte dabei eine besonders gute Figur. Souverän, ruhig und unaufgeregt gab er Auskunft über seine Vorstellungen, was die Zukunft Memmingens angeht. Besonders beeindruckend seine Aussagen in Sachen Minarettbau an der Moschee in der Schlachthofstraße. Der eben erst vergebene Memminger Freiheitspreis 1525 dokumentiere die Einstellung der Memminger zum Thema Toleranz und Freiheit. Auch im Sinne des Grundgesetzes sei der Bau eines Minaretts, solange dies im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften geschehe, für ihn kein Problem.
Auch auf den anderen Kommunalpolitikfeldern bewegte sich Kennerknecht ausgesprochen gut informiert und um keine Antwort verlegen. Ob Ikea, Bädersituation, Weinmarkt oder ÖPNV – Kennerknecht verstand es seine eigenen Vorstellungen einzubringen und dabei nicht seinen Standpunkt der Bürgerbeteiligung zu verlassen. Man müsse mehr mit den Leuten sprechen und alle frühzeitig ins Boot holen, so Kennerknecht.
Auch bei den mehr oder weniger humoristischen Fragen der beiden MZ-Moderatoren blieb der SPD/FDP-OB-Kandidat sattelfest. Auf die Frage, warum er Memmingen besser als Kempten fände, antwortete Markus Kennerknecht verschmitzt: “Wenn man in Memmingen am Fischertagsvorabend noch auf eine Bierbank sitzen will, wo schon drei Leute sitzen, bekomme man gesagt, dass man sich hersetzen soll, man können noch zusammenrutschen. In Kempten auf der Festwoche heiße es – schleich dich!”

Artikel veröffentlicht am: 5. Oktober 2016