Memmingen
Kraft der Erneuerung

Paroli geboten

Auf Einladung des Bürgerausschusses Dickenreishausen hat die Memminger SPD an einer Podiumsdiskussion mit Stadtratskandidaten anderer Parteien teilgenommen. Vertreter auf dem Podium war der SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende Werner Häring.
Auf dem Podium von links: Helmuth Barth (CRB), Werner Häring (SPD), Werner Walcher (FDP), Stefan Gutermann (CSU), Helmut Börner (FW), Prof. Dr. Dieter Buchberger (ÖDP) und Bernhard Thrul (Bündnis 90/Die Grünen).

Gut gemacht – Werner Häring bot eine überzeugende Vorstellung für die SPD bei der Podiumsdiskussion im Gasthaus Rössle in Dickenreishausen. Die Themen, die der Bürgerausschuss vorgab, waren wie erwartet die Kreisstraße MN 20, der Breitbandausbau, Baugebiete in Dickenreishausen und die Errichtung einer staatlichen Hochschule in Memmingen. Gleich zu Beginn ergriff Häring die Initiative und erläuterte den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern aus Dickenreishausen was im neuen Haushalt für den Memminger Ortsteil zu erwarten sei. Auch in Sachen Baugebiet Nord versprach Häring einen baldigen Baubeginn. Man sei einer Lösung beim Abwasserproblem sehr nahe. Auch bei der Kreisstraße MN 20 sei man auf einem guten Weg. Nochmals erneuerte Häring die Forderung der SPD nach einer staatlichen Hochschule für Memmingen. Dieser Forderung mochten sich der Kandidat der ÖDP, Prof. Dr. Dieter Buchberger, nicht anschließen. Auch der CSU-Stadtratskandidat Manfred Schilder wandte sich aus dem Publikum heraus gegen eine Hochschule für Memmingen.

Beim Breitbandausbau war man sich ebenfalls nicht einig. Buchberger sprach von 50.000 Euro um Dickenreishausen ans DSL-Netz zu bringen. Dies würde die Telekom investieren müssen. Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, dass diesen Zahlen zu misstrauen ist. Wenn nur 100 Bürger in Dickenreishausen einen DSL-Vertrag mit der Telekom abschließen würden, wäre die Invesition in rund drei bis vier Jahren für die Telekom finanziert. Warum sollte das Unternehmen dies nicht tun? Liegen die Kosten etwa höher?

Häring stellte bei der Podiumsdiskussion klar heraus, dass es für die Memminger SPD oberstes Ziel sei, Memmingen für die Zukunft fit zu machen aber auch dafür zu sorgen, dass der Memminger Haushalt ein gesunder bleibe und nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen unverantwortliche Schulden gemacht würden.

Artikel veröffentlicht am: 21. Februar 2014