Memmingen
Kraft der Erneuerung

Rege Beteiligung in Amendingen

OB-Kandidat Markus Kennerknecht hat in Amendingen sein zweites Stadtteilgespräch erfolgreich umgesetzt. Ein vollbesetzter Gastraum im Hotel Hiemer zeugte von großem Interesse seitens der Amendinger Bürger. Kennerknecht stellte sich als Person vor und erläuterte seine Motivation, als OB Kandidat von FDP und SPD in Memmingen anzutreten.
Mit großem Interesse verfolgten die Amendinger Bürgerinnen und Bürger die politischen Themenausführungen des OB Kandidaten Markus Kennerknecht in der vollbesetzten Amendinger Stuben. Foto: Privat

Der erste Themenpunkt bezieht sich auf die Stadtteile, wofür Kennerknecht ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept angehen und für jeden Stadtteil konsequent und nachhaltig umsetzen will. Projektunterstützend soll eine Stärken-Schwächen Analyse erstellt werden. Generell werde es eine Gesamtkonzeption Memmingen 2028 mit Vernetzung aller Faktoren und Definition der kurz-, mittel- und langfristigen Ziele geben. Es gelte eine Vernetzung mit dem ÖPNV umzusetzen, um die städtebaulichen Entwicklungskonzepte miteinander zu verknüpfen.

In seinen weiteren Ausführungen sprach Kennerknecht zur Thematik „Bezahlbarer Wohnraum“ und wies darauf hin, ein Entstehungskonzept mit drei Jahren angesetzt werden müsse und mittelfristig zu bearbeiten ist. Er werde unter anderem ein Leerstands Management und Flächenmanagement einführen. Dazu sei die Begleitung privater Eigentümer durch Beratung bei Förderungen zur Aktivierung von Leerständen und freien Grundstücken nötig.

Wichtig sind dem OB Kandidaten auch ein Bürgerdialog mit aktiver Bürgerbeteiligung. Er schlägt sogenannte „Jour-Fix-Termine“ vor, die Amtsleiter mit Vertretern des Bürgerausschusses, Rettungskräften, Schulleiter, Vereinsvorstände an einen Tisch bringen, um wie er sich ausdrückte „Luft aus dem Kessel zu nehmen“ und die Betroffenen zu Beteiligten zu machen. Kennerknecht ist fest vom Erfolg überzeugt, da dies in Immenstadt bereits problemlos funktioniere. Die Bürger sind hierbei gefragt, den „Bürgerdialog“ mit Leben zu füllen, es müsse ein gegenseitiges Geben und Nehmen sein.

Den Blick auf die Zukunft, Bildung, Kinder und Schulen gerichtet, stellt Kennerknecht fest, dass Sanierungen von Kindertagesstätten und Schulen bereits erfolgreich umgesetzt sind und die Finanzierung für weitere Maßnahmen bereitgestellt ist. Er schlägt die Einführung eines Budgets für den Schulbetrieb vor, der  den jeweiligen Schulleitern für den laufenden Schulbetrieb zur Verfügung gestellt werden soll.

Kennerknecht gibt beim Thema „Gewerbeflächen in Memmingen“ zu bedenken, dass diese nicht endlos zur Verfügung stehen werden. Er schlägt ein Liegenschaftsmanagement vor, um die Synergieeffekte mit der Wirtschaft zu nutzen und eine konsequente Weiterentwicklung voranzubringen.

Zur Digitalisierung erläutert der OB Kandidat, dass bis 2017 die Digitalisierung in allen Stadtteilen abgeschlossen sein wird, betont aber die Notwendigkeit die Breitbandentwicklung weiter zu entwickeln und den Weg zu Ende zu gehen. Hierfür soll eine eigene Stabstelle eingerichtet werden, dies gelte auch für die Modernisierung der Verwaltung. Verwaltung als Dienstleistungsstelle, mit besserer Außenwirkung, schneller und kundenfreundlicher Abwicklung, ein Ziel das Kennerknecht definitiv angehen werde.

Zur „Sportstadt Memmingen“ . Kennerknecht vertritt eine klare Meinung zur „Spaßbad“-Diskussion. Er spricht sich für eine umfassende Sanierung der bestehenden Bäder, Hallen- und Freibad, aus, wobei es mehrere Möglichkeiten der Umsetzung gebe. Um den Sportbetrieb im Hallenbad aufrecht zu erhalten, müsse die Sanierung mit den Trainingsanforderungen des Schwimmvereins abgestimmt werden. Gleiches gelte auch für die Sanierung der Becken und Einrichtungen des Freibades. Des Weiteren sprach sich Kennerknecht für ein professionelles Hallenmanagement aus, um die Vereine zu unterstützen.

Im Bereich „Kunst und Kultur“ sollen die Angebote besser aufeinander abgestimmt und die Kulturbetriebe stärker vernetzt werden. Auch hierfür schlägt der OB Kandidat ein professionelles Management vor, um die Umsetzung gemeinsam auf den Weg zu bringen.

Themen wie Kunst und Kultur, Hochschule, Bürgerbeteiligung, Stärkung der Innenstadt, Digitalisierung, Wirtschaft und Arbeit an. So werde er dafür sorgen, dass die Bereiche Digitalisierung und Wirtschaftsförderung in seinem Zugriff liegen. Für die Digitalisierung werde es eine neue Stabsstelle geben, ebenso für die Modernisierung der Verwaltung.

Ein klares „Ja“ zur Fusion des Memminger  Klinikums und des Klinikums Unterallgäu. Dies sichere einen Fortbestand beider Kliniken, da es immer schwerer wird, geeignetes Personal und Fachärzte zu akquirieren. Ein größeres Klinikum bietet ein breiteres Spektrum an Fachabteilungen und kann auf hohem Niveau gehalten werden. Kennerknecht sieht in einer Zusammenlegung eine Notwendigkeit für die Zukunft, da sich das Klinikum Unterallgäu ansonsten Richtung Oberallgäu orientieren könnte.

Ikea hält Markus Kennerknecht für einen Gewinn für die Stadt Memmingen, ein Verdrängungsmarkt des angegliederten Fachmarktzentrums muss allerdings ausgeschlossen werden.

Gespannt wird er die Planungsschritte und Weiterentwicklung des Baugebietes Amendingen-Nord verfolgen. Machbar sei vieles, spricht Kennerknecht aus Erfahrung, es sei immer eine Kostenfrage.

Zum Zehentstadel äußert sich der OB Kandidat: „Unter den mir bekannten Rahmenbedingungen hätte ich für die Sanierung gestimmt.“ Für die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses stehen mehrere Millionen zur Verfügung. Zudem sei der Eigentümer laut dem Amt für Denkmalschutz zum Erhalt verpflichtet.

Mit langanhaltendem Applaus honorierten die anwesenden Bürger die umfassenden Ausführungen des Kandidaten. Markus Kennerknecht präsentierte frische und moderne Ideen mit konkreten Umsetzungs- und Machbarkeitsvorstellungen, wobei er auf einen großen Erfahrungsschatz zugreifen kann. Dies wurde auch in der souveränen Beantwortung der im Anschluss gestellten Publikumsfragen deutlich.

Artikel veröffentlicht am: 8. September 2016