Memmingen
Kraft der Erneuerung

Schienenverkehr fördern

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert war auf Einladung des Memminger SPD-Ortsvereins zu Gast und berichtete vom politischen Leben in Berlin. Burkert ist seit 2010 Vorsitzender der bayerischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion. Gleichzeitig ist er Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Insbesondere beschäftigt sich Burkert mit dem Thema Schiene und ist  deshalb auch Bahnbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion. Kein Wunder – hauptberuflich war er früher bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG tätig. Burkert sitzt seit 2005 im Deutschen Bundestag. In Memmingen berichtete er aber nicht nur von aktuellen Verkehrsprojekten, sondern ging auch auf die aktuelle Eurokrise ein. Ohne ein geschlossenes Europa gehe es angesichts der großen Probleme und Herausforderungen einfach nicht, so der Nürnberger. Es mache deshalb auch keinen Sinn die Griechen aus der EU auszuschließen oder gar den Euro abzuschaffen. In Sachen Verkehrspolitik war Burkert Bundesverkehrsminister Ramsauer vor, die Schiene sträflich zu vernachlässigen. Der Transitverkehr durch Deutschland werde in den nächsten Jahren stetig wachsen. In Bayern sei ein Verkehrszuwachs auf der Straße von 20 bis 30 Prozent zu erwarten. Man müsse endlich in Sachen Elektrifizierung und Anbindung an Italien, Österreich und Schweiz voran kommen. Hier werde im Verkehrsministerium geschlafen. Burkert machte sich auch für mehr Lärmschutz stark. Gerade im Güterverkehr auf der Schiene könne man gute Ergebnisse erzielen, wenn man nur wolle.

Artikel veröffentlicht am: 20. Juni 2012