Memmingen
Kraft der Erneuerung

Situation am Weinmarkt verbessern

In einem Positionspapier zur Verkehrssituation am Weinmarkt hat sich die SPD/FDP-Stadtratsfraktion zu Wort gemeldet. Die Fraktion setzt auf Verkehrsvermeidung.
Seit Jahren wird über den Verkehr am Weinmarkt debattiert.

Die testweise Sperrung am Weinmarkt hat sich als wenig aufschlussreich erwiesen. “Einen Platz zu Zeiten zu sperren, an denen er am wenigsten frequentiert ist, ergab wie erwartet wenig Erkenntnisse”, so Fraktionschef Matthias Ressler. Nach wie vor wird eine Sperrung des Weinmarktes vom Handel abgelehnt. Dagegen stehen Beschwerden und Wünsche zahlreicher Bürger gegen zu viel Verkehr auf dem Platz, als auch gegen das „Wilde Parken“ an der Südseite.
Grundsätzlich geht es der SPD/FDP-Fraktion darum, die Aufenthaltsqualität des Weinmarktes zu verbessern, ohne die Erreichbarkeit des Handels rund um diesen historischen Platz zu gefährden. Dies ist möglich, wenn es gelingt, den Parksuchverkehr und den Durchgangsverkehr anders zu gestalten. Es muss deutlich gemacht werden, dass der Weg vom Bahnhof zum St.-Josefs-Kirchplatz und umgekehrt über den Weinmarkt umständlicher und länger dauert als über Kaisergraben/Luitpold- und Bahnhofsstraße oder über Königsgraben, Kuhberg, Rennweg und Kohlschanzstraße. Der Parksuchverkehr muss vor dem Weinmarkt abgefangen werden.

Die SPD/FDP-Fraktion schlägt deshalb folgende Maßnahmen vor:

  1. Eingang Schweizerberg und Eingang Maximilianstraße werden Hinweisschilder aufgestellt, die zeigen, dass der Weg zum Bahnhof über den Weinmarkt und umgekehrt länger dauert, als Alternativen, die um die Altstadt führen.
  2. Die Straße Schweizerberg wird verengt. Dies ist verkehrstechnisch möglich. Es entfällt der Eindruck, der Schweizerberg sei eine Autobahn in die Innenstadt.
  3. Die Verengung des Schweizerbergs erfolgt durch die Neuschaffung von Parkplätzen längs der Straße.
  4. Die Parkplätze auf dem Weinmarkt fallen weg. Auf dem ganzen Platz wird ein absolutes Halteverbot erlassen. Die Parkplätze werden durch die fußläufigen, neugeschaffenen Plätze am Schweizerberg ersetzt. Es entstehen wesentlich mehr  Parkplätze als wegfallen.
  5. Für den Lieferverkehr werden auf dem Weinmarkt längs zur Fahrbahn Be- und Entladeflächen geschaffen. Desweitern verbleiben drei Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Diese sind vom Halteverbot ausgenommen.
  6. Die Regelungen werden von der kommunalen Verkehrsüberwachung begleitet. Diese ist gegebenenfalls personell aufzustocken.

Diese Maßnahmen führen nach Ansicht der SPD/FDP-Fraktion zu weniger Verkehr auf dem Weinmarkt. Das Wildparken wird beendet. Die Bemühungen um ein neues ÖPNV-Konzept sollten ihr Übriges zur Beruhigung der Verkehrssituation am Weinmarkt beisteuern.

Artikel veröffentlicht am: 30. Oktober 2017