Wohnen neu denken

In zwei Anträgen zum Bebauungsplan 102 „Allgäuer Straße West“ hat die SPD/FDP-Fraktion im Stadtrat innovative Wohnkonzepte und engagiertere Verdichtung gefordert. Außerdem möchte man im neuen Wohngebiet an verdiente Memmingerinnen und Memminger erinnern.

Im Bild Geschoßwohnungsbau an der Dobelhalde. Foto: Privat

Die SPD/FDP-Fraktion fordert von der Stadt in Sachen Wohnen an der Allgäuer Straße ein Projekt zu entwickeln, welches sich an modernen Verdichtungskonzepten orientiert. „Ziel ist es aufzuzeigen wie im städtischen Randgebiet ein Maximum an Wohnraum mit innovativen energetischen Konzepten kombiniert werden kann. Aufgrund der Lage zum Naturdenkmal Dickenreiser Allee könnte sich das Projekt auch an einer ökologischen und regenerativen Holzbauweise orientieren“, so der Fraktionsvorsitzende Matthias Ressler. „Freie Flächen für Wohnraum in der Stadt Memmingen sind rar und stehen in Zukunft noch schwerer zur Verfügung als bisher. Anstatt diese Flächen mit den im Randgebiet häufigen Einfamilienhäusern zu bebauen, muss auch aufgrund des Flächenverbrauchs neu gedacht werden. Auch die meist schwierig zu bebauende Hanglage erfordert neue Konzepte.“ Die SPD/FDP-Fraktion fordert gerade an einem der Einfallstore der Stadt ein zukunftsweisendes Projekt zu gestalten. Dies stellt sicher einer Herausforderung dar, die es aber angesichts der städtebaulichen Entwicklung und auch der Anforderungen der Klimapolitik zu meistern gilt.
In den jüngst von der Stadt vorgestellten Planungen soll zudem direkt an der Allgäuer Straße ein Gewerberiegel als Lärmschutz entstehen. „Wir sind der Meinung, dass auch aufgrund der angespannten Lage am Wohnungsmarkt darauf zugunsten von sozialem Wohnungsbau in Geschoßform verzichtet werden soll.“ Durch bauliche Maßnahmen könnte auch an der viel befahrenen Allgäu Straße Wohnen ohne große Lärmbelästigung möglich gemacht werden. „Schon in den ersten Entwürfen, noch zur Amtszeit von Dr. Ivo Holzinger als OB, wurde auch direkt an der Allgäuer Straße sozialer Geschoßwohnungsbau angedacht. Dieser könnte durch unsere Wohnbaugenossenschaften forciert werde“, so Ressler.
Des Weiteren fordert die Fraktion die Straßen im kommenden Wohngebiet nach Memmingerinnen und Memmingern zu benennen, die sich um unsere Stadt in erheblichem Maße verdient gemacht haben. „Es gibt eine lange Liste von verdienten Memminger Bürgerinnen und Bürgern, die eine Straßenbenennung verdient hätten. Diese in einem Wohngebiet zusammenzufassen erscheint uns mehr als angemessen und zweckdienlich“, so der Fraktionsvorsitzende Matthias Ressler. Damit würde eine Art „Memminger Viertel“ entstehen.

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