Verkehrsproblem am Weinmarkt endlich lösen

In einem Antrag hat die SPD/FDP-Fraktion im Memminger Stadtrat Vorschläge zur Beendigung der Verkehrsprobleme am Weinmarkt gemacht. Damit will man nach einem CRB-Antrag ebenfalls wieder Schwung in die Diskussion bringen.

Der Christliche Rathausblock hatte vor kurzem die Erprobung einer Einbahnstraßenregelung gefordert. Nun hat die SPD/FDP nachgezogen. „Wir haben schon im Oktober 2017 ein Positionspapier zum Weinmarkt veröffentlicht und in die damalige Diskussion zum Weinmarkt eingebracht. Da von Seiten der Verwaltung anscheinend nichts passiert, bringen wir dieses Papier nun als Antrag ein“, so Fraktionsvorsitzender Matthias Ressler. Im Einzelnen beantragt die SPD/FDP-Fraktion folgendes:

  1. Eingangs Schweizerberg und Eingangs Maximilianstraße werden Hinweisschilder aufgestellt, die zeigen, dass der Weg zum Bahnhof über den Weinmarkt und umgekehrt länger dauert, als Alternativen, die um die Altstadt führen.
  2. Die Straße Schweizerberg wird verengt. Dies ist verkehrstechnisch möglich. Es entfällt der Eindruck, der Schweizerberg sei eine Autobahn in die Innenstadt.
  3. Die Verengung des Schweizerbergs erfolgt durch die Neuschaffung von Parkplätzen längs der Straße.
  4. Die Parkplätze auf dem Weinmarkt fallen weg. Auf dem ganzen Platz wird ein absolutes Halteverbot erlassen. Die Parkplätze werden durch die fußläufigen, neugeschaffenen Plätze am Schweizerberg ersetzt. Es entstehen wesentlich mehr Parkplätze als wegfallen.
  5. Für den Lieferverkehr werden auf dem Weinmarkt längs zur Fahrbahn Be- und Entladeflächen geschaffen. Desweitern verbleiben drei Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Diese sind vom Halteverbot ausgenommen.
  6. Die Regelungen werden von der kommunalen Verkehrsüberwachung begleitet. Diese ist gegebenenfalls personell aufzustocken.

Die testweise Sperrung am Weinmarkt habe sich als wenig aufschlussreich erwiesen, so die Fraktion. Nach wie vor werde eine komplette Sperrung des Weinmarktes auch vom Handel abgelehnt. Im Allgemeinen würden sich die Beschwerden gegen zu viel Verkehr auf dem Platz als auch gegen das „Wilde Parken“ an der Südseite des Platzes richten. „Die Einbahnstraßen-Regelung des CRB wird daran wenig ändern und ist ebenso umstritten wie eine Sperrung“, so Ressler.

Grundsätzlich gehe es der SPD/FDP-Fraktion darum, die Aufenthaltsqualität des Weinmarktes zu verbessern, ohne die Erreichbarkeit des Handels rund um diesen historischen Platz zu gefährden. Dies sei möglich, wenn es gelänge, den Parksuchverkehr und den Durchgangsverkehr anders zu gestalten. Es müsse deutlich gemacht werden, dass der Weg vom Bahnhof zum St.-Josefs-Kirchplatz und umgekehrt über den Weinmarkt umständlicher und länger dauere als über Kaisergraben/Luitpold- und Bahnhofsstraße oder über Königsgraben, Kuhberg, Rennweg und Kohlschanzstraße. Der Parksuchverkehr muss vor dem Weinmarkt abgefangen werden.

Für die SPD/FDP sei es wichtig, die entfallenen Parkplätze am Schweizerberg anzusiedeln. Auch wenn man Ende April vom Vorsitzenden des Stadtmarketing Memmingen, Hermann Oßwald in einem Zeitungsartikel folgendes erfahren konnte: „Die Innenstadt ist mit ihren umliegenden Parkhäusern und Kurzzeitparkzonen vom Marktplatz bis zum Schrannenplatz gut aufgestellt.“ Dabei ging es um die vorübergehende Schließung des Parkhauses in der Krautstraße.

„Unsere vorgeschlagenen Maßnahmen führen zu weniger Verkehr auf dem Weinmarkt. Außerdem wird das Wildparken eingeschränkt, wenn nicht sogar beendet“, so Ressler abschließend.

 

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