SPD-Frauen fordern schnelle Schaffung von mehr Kindergartenplätzen

Memmingen – Mit der klaren Forderung nach der Schaffung von mindestens hundert neuen Kindergartenplätzen zieht die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in den Stadtratswahlkampf 2020.

Notwendige Voraussetzung dafür sei freilich pädagogisches Fachpersonal, das nur sehr schwer zu bekommen ist. Deshalb konnte die von der Stadt Memmingen beschlossene Übergangslösung mit drei zusätzlichen Räumlichkeiten in bestehenden Kindertageseinrichtungen noch nicht in Betrieb genommen werden. „Dann muß die Stadt sich bemühen, als Arbeitgeber gerade für Erzieherinnen und Erzieher noch attraktiver zu werden“, so die Memminger AsF-Vorsitzende und Stadträtin Verena Gotzes.

Auf ihrer Jahresschlußsitzung hatte sich die AsF intensiv mit der frühkindlichen Erziehung und Bildung beschäftigt. Die stellvertretende Vorsitzende Hildegard Richter referierte über das „Gute-Kita-Gesetz“, das von der SPD auf den Weg gebracht wurde. Es werden 5,5 Milliarden Euro bereitgestellt, um mehr Betreuung mit höchster Qualität zu schaffen. Außerdem soll der Kindergarten gebührenfrei sein. Seit April 2019 wird nun jeder Kindergartenplatz mit 100 Euro bezuschusst. Ab Januar 2020 bekommen auch Krippenkinder bis zu 100 Euro im Monat erstattet, wenn die Familien ein bestimmtes Jahreseinkommen nicht überschreiten. Die Frage stelle sich jetzt schon, so Richter: „Wenn die bayerische Landesregierung das Krippengeld verteilt, wo bleibt dann noch das Geld für die Investitionen in die Qualität, in mehr Erzieher, kleinere Kindergruppen, mehr Angebote für Kinder mit Migrationshintergrund und mehr bessere Inklusionsarbeit?“ Die Politik muss den Beruf des Erziehers attraktiver gestalten und mehr Geld zur Qualitätsverbesserung zur Verfügung stellen, fordert Richer.

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